EVENT: Goldener Scheinwerfer

Strahlend. Ich habe es wieder getan. Am vergangenen Wochenende habe ich die saarländische Musikszene beim Nachwuchsband-Contest Goldener Scheinwerfer unterstützt. Hierbei hat mich vorallem die genreübergreifende Vielfalt sehr überrascht. Ob ungezähmtes Geballer, zarte Klaviertöne oder wilde Trompeten: das Saarland hat musikalisch ordentlich was drauf. Gemeinsam mit euch nehme ich die Bands genauer unter die Lupe, die ich mir angesehen habe. Wie immer versorge ich euch mit Amateuer-Bildern.

Manche dieser Bands existieren seit noch nicht allzu langer Zeit, andere widerum sind schon beinahe „alte Hasen“.

Neu am Himmel des Alternative Rock sind SINS’N’RISE, die ich direkt ziemlich beeindruckend fand. Energetische Show und guter Sound. Viel mehr braucht ein guter Auftritt auch gar nicht.

Für brachiale, schmetternde Töne sorgten AFFLICTION und DYSTOPIE. Beides sehr starke Bands und eindeutig mehr meine Musikrichtung. Während Affliction schon fast zwei Jahrzente (mit Besetzungswechseln) gemeinsam musizieren, sind Dystopie erst seit zwei Jahren am Markt und stehen ihren Konkurrenten in nichts nach.
Für professionellen Melodic Death-Metal sind Affliction bekannt und heizen ordentlich ein. Wer wie ich eher auf Metalcore à la Callejon oder Architects steht, dem lege ich Dystopie ans Herz.

Affliction

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Dystopie

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Wem eine tanzbare Mixtur aus Funk, Soul, Pop und Rap (hört sich vielleicht erst einmal komisch an) gefällt, der sollte definitiv einen Blick auf ASOZIAL IM WELTALL werfen. Ja, der Name ist natürlich verrückt. Aber so sind die Jungs! Mit insgesamt neun Bandmitgliedern füllen sie womöglich so ziemlich jede Bühne aus. Wo Asozial im Weltall auftreten, ist nicht nur vor der Bühne was los: Auf der Bühne spielt sich der größere Zirkus ab und man steckt sich garantiert an. AiW kommen mit Spaß für Jedermann im Gepäck!

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Aus dem Bereich Punk/Rock/Alternative trumpfen DEZENT an diesem Abend auf. Spannende Texte und mitreißende Riffs sorgen auch beim Publikum für Bewegung. Während Dezent blieb das Smartphone allerdings in der Tasche und ich widmete mich den wichtigeren Dingen: der Musik und der Gesellschaft, weswegen man überhaupt erst dort war.

Weiter im Programm ging es mit THERE WILL BE NO JUSTICE. Das Quintett bezeichnet seinen Stil als Punk’n’Roll, was sie in drei Jahren wohl ausgeprägt entwickeln konnten. Rock-Elemente werden mit Punk zusammengewürfelt und was dabei heraus kommt, kann sich hören und sehen lassen. Guter Gesang und talentierte Menschen an den Instrumenten sorgen dafür, dass TWBNJ alle Türen offen stehen.

Recht perplex hinterließen mich allerdings die Jungs von VAMPIRES ON TOMATO JUICE. Deren Sound war für mich kaum einzuordnen und das muss eine Band auch erst einmal bewirken. Der wilde Mix aus zwei verschiedenen Stimmen ist nicht jedermanns Fall, was den Besuchern auch anzumerken war. Wer die Möglichkeit hat, sollte Vampires On Tomato Juice hören und auf einige Überraschungen gefasst sein. Beim Klassiker Chop Suey von  System Of A Down rastete jeder aus und für 4 Minuten hatten VOTJ die volle Aufmerksamkeit von jedem, der sich in diesem Raum befand. Das war es definitiv wert.

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Last but not least wurden THE SÉPARÉE auf die Bühne gebeten. Hier war die markante Stimme des Sängers ein großer Vorteil. Jedoch wurde diese durch mittelmäßiges Songwriting eher eingedämmt und die Band weckte kein großes Interesse. Selbst die Ballade, die durch eine schöne Klaviermelodie untermalt wurde, verlor zu ihrem Höhepunkt an Magie, welche eine Ballade erst ausmacht. Nichtsdestotrotz rundeten The Séparée den Abend schwungvoll ab und so konnte das Voting beginnen.

GEWINNER

Abräumer des Abends waren ASOZIAL IM WELTALL.

Fall ihr dieses Event ebenfalls besucht habt, erzählt mir doch, wie ihr es empfunden habt.

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