EVENT: Knockdown Festival 2016

Neuentdeckungen unter Festivals haben wirklich immer einige Überraschungen parat. So auch das diesjährige KNOCKDOWN FESTIVAL.
Ein grundsolides Line-Up, gute Orga und ein Tag, auf den man gern zurückblickt. Mit von der Partie waren Bands wie RISE OF THE NORTHSTAR, TO THE RATS AND WOLVES, DESOLACE, SUICIDE SILENCE, WAGE WAR, THE AMITY AFFLICTION, NORTHLANE und VITJA. Ihr merkt, es wurde sowohl auf die regionale Szene geachtet, sowie auf Newcomer (Wage War) und alteingesessene Größen.

Den Anfang machten AS WE ARISE und ich kann sagen, mir und dem Rest der Frühaufstehern wurde ordentlich eingeheizt. Falls jemand auf Melodic Metalcore steht (so betiteln die Fünf ihre eigene Musik), so findet er hier einen Tipp für seine Musiksammlung.

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Eine gute Eröffnungsshow und man hat ihnen angemerkt, dass sie richtig Bock hatten, den Saal zu zerlegen. Wer neugierig geworden ist, der kann hier gerne mal reinhören:

Auf As We Arise folgten DESOLACE, die ich sehr symphatisch fand.  Nicht nur, dass sie Merchandise in die Menge warfen, sondern auch dass die musikalische Leistung stimmte, bescherte ihnen sicherlich neue Fans. Zu diesem Zeitpunkt (gerade einmal 13:00 Uhr) war der Saal voll. An der Running Order war also erst einmal nichts auszusetzen, weil man passend auf die Kracher danach vorbereitet wurde.

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Um 13.40 Uhr betraten VITJA die Bühne. Die vier Kölner sind seit drei Jahren fester Bestandteil der nationalen Rock- und Metalszene und seitdem in der ganzen Nation unterwegs. Somit hat man schnell gemerkt, dass VITJA auch den Besuchern des Knockdown Festivals ein Begriff sind und ganze Textpassagen mitgesungen wurden. Für mich persönlich war es das dritte Mal, dass ich die Band auf der Bühne erlebt habe und obwohl ich von deren Musik nicht mitgerissen werde (Geschmäcker sind nunmal unterschiedlich) ist es toll zu sehen, wenn Leute dazu abgehen.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause war es dann für WAGE WAR Zeit, der Menge weiter einzuheizen. Ursprünglich standen ASTEROID BOYS auf dem Timetable, welche jedoch kurzfristig gecancelt wurden. Wir standen zwischenzeitlich in der Schlange für die Signing Session von NORTHLANE, entschieden uns dann aber der Vorfreude wegen rechtzeitig zu Wage War vor der Bühne zu stehen. Und wir wurden nicht enttäuscht: Schon länger verfolge ich die Jungs aus Florida und muss sagen, dass sie ihre Sache echt gut gemacht haben. Als Metalcore-Fan solltet ihr sie unbedingt auschecken, früher oder später kommt ihr ohnehin nicht mehr an ihnen vorbei.

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RISE OF THE NORTH STAR haben mich mit ihrer Performance ziemlich überrannt. Sehr starker Auftritt und ich fühlte mich, als sei ich die einzige Person an diesem Tag (oder überhaupt), die ROTNS nur oberflächlich bis gar nicht kannte und demnach eher unbeholfen schien. Aber wenn die Menschen um einen herum die wildeste Party feiern, lässt man sich anstecken. Wer diese Band noch nicht kennt, dem versuche ich mal zusammenzufassen, was sich da abspielte: Fünf Ninja- Typen, offenbar verrückt nach der japanischen Kultur (es sind Franzosen… wtf?), die Bewegung sehr schätzen, ihren „Saiya Style“ feiern und ziemlich reinhauen.

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Natürlich hatte auch das Knockdown Festival eine Party-Band am Start: TO THE RATS AND WOLVES. Wer auf Synthies, Sampler, Rumgehüpfe und Partystimmung à la Eskimo Callboy steht, für den sind TTRAW absolut das richtige.

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Im Anschluss wurde es richtig interessant für mich: STRAY FROM THE PATH, NORTHLANE, THE AMITY AFFLICTION  und CALIBAN standen auf dem Plan. Wie gewohnt blieb bei Stray From The Path niemand ruhig stehen, im Gegensatz zu Northlane. Seit Node bin ich bei Northlane hängen geblieben und ihre Shows sind magisch. Der leicht düstere, melancholische Sound reißt aber nicht jeden mit, denn die Menge blieb weitgehend bewegungslos. Zum Ende hin fanden immer mehr Zuschauer Gefallen daran und in den vorderen Reihen rührte sich doch noch etwas.

 

Den Auftritt von THE AMITY AFFLICTION konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. Obwohl man merkt, dass Shouter Joel live keine Glanzleistungen mehr bringt, sind die ohrwurmverdächtigen Songs immer noch hörbar und machen Spaß. Den Großteil singt ohnehin die Menge und so hat auch Sänger Ahren ein leichteres Spiel.

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Schlusslicht war an diesem Tag CALIBAN und obwohl ich Zweifel heraus hören konnte, waren sie verdiente Headliner. Zu später Stunde gaben sie alles und egal, ob man alte oder neue Songs (neuestes Album GRAVITY erschien 2016) hören wollte, man wurde bedient. Nach vielen Wall Of Deaths, Crowdsurfern und Moshpits hatten alle immer noch genug Kraft, für Caliban einen Circle Pit um die Mischanlage zu starten. Es klingt bescheuert, es ist bescheuert aber es macht verdammt Spaß. Und wenn die Leute vor der Bühne feiern, feiern die auf der Bühne auch. Oder?

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Danke also, liebes Knockdown Fest, für diesen Tag, über den man sehr gern berichtet.

 

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