EVENT: Stick To Your Guns, Counterparts, Stray From The Path & Wolf Down

Wieder einmal steppte in Saarbrücken (man glaubt’s kaum) der Bär. Am 25. Februar gab es einen Tourstop auf den wir wirklich gewartet hatten: Counterparts, Stray From The Path, Wolf Down und der Headliner Stick To Your Guns enterten die Garage in Saarbrücken. Für Konzertgänger gehört sie sowieso längst zu den Place-To-Bes, Konzerte wie diese sind trotzdem immer wieder ein Highlight.

Musikalisch gesehen begann der Tag jedoch ganz anders. Eingefleischte Fans hatten es schnell mitbekommen, alle anderen nach und nach: Mit TRADE WIND lieferten Jesse von Stick To Your Guns und Thomas von Stray From The Path eine kleine, ziemlich private Show als Akustik-Duo. Als 1 von 2 Auftritten in Deutschland als Duo fand dies in einem kleinen Plattenladen statt, der keine 100 Leute beherbergen könnte. Wer mehr über TRADE WIND erfahren will, kann auf den obigen Link klicken.

Ein paar Stunden später öffneten sich die Türen der Garage für alle Musikenthusiasten. Nach dem Einlass huschte die Mehrzahl der Besucher zum Merchandise, wo auch erstmal alles belagert war, da Wolf Down kurz dort verweilten.

Im Nachhinein kann ich das sogar nachvollziehen, denn WOLF DOWN hatten eine große Fanbase. Bei dieser Band gilt zwar „entweder man mag sie oder man mag sie nicht“, aber in Saarbrücken war die Stimmung durchweg positiv. Die Band heizte dem Publikum ordentlich ein und Sänger Dave richtete viele kritische Worte an die Menschen vor ihm. Da WOLF DOWN generell mit kritischem Blick aktuelle und vergangene Themen in ihren Texten aufgreifen, wirkt sich das ungemein auf den Sound und das Auftreten der Jungs aus. Brachial und mit jedem Ton sitzend, liefern WOLF DOWN ihren Fans eine solide Show. Mit Hardcore-Punk macht man mich allerdings nicht sonderlich glücklich. Visuelle Eindrücke wurden mir mit freundlicher Unterstützung von ULLE-MEDIA zur Verfügung gestellt.

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Anders sieht es bei Melodic-Hardcore aus. Vereint mit sympathischen Kanadiern kann das nur gut gehen.
Und man wurde nicht enttäuscht. COUNTERPARTS lieferten bisher immer eine für mich gute Show. Frontmann Brendan hat Spaß an der Sache und das Gesamtbild wurde auch nicht durch die Abwesenheit von Gitarrist Jesse beeinflusst. Hätte Brendan kein Wort darüber verloren, wäre es vermutlich keinem aufgefallen, denn der Rest der Truppe machte die gewohnt gute Arbeit. Im Gegensatz zu WOLF DOWN fand ich COUNTERPARTS etwas entspannender anzuschauen, aber das sieht natürlich nicht jeder so.

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Der Abend neigte sich dann mit STRAY FROM THE PATH langsam dem Ende zu und ich kann sagen, dass ich doch schwer beeindruckt war. Es muss um 2012 gewesen sein, als ich SFTP schon einmal in der Garage spielen sah, aber für mich hatte das nichts mehr mit der Show von 2016 zu tun. Dazwischen legen Welten und eine enorme Entwicklung. Viel Bock hatten die Jungs, allen zu zeigen, was sie zu bieten haben. Frontmensch Drew sprang von A nach B, ließ die Menge an sich heran und lieferte wirklich gute Arbeit ab. Mindestens einen neuen Fan konnten sie an diesem Abend dazugewinnen und das ist mit dem Unterhaltungswert für bestehende Fans das, wozu Konzerte veranstaltet werden.

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Schlussbild bildeten dann endlich STICK TO YOUR GUNS, auf die jder sehnlichst gewartet hatte. Spätestens seit Disobedient sind sie in aller Munde und vorallem Ohren. Ich muss dazu sagen, dass ich STICK TO YOUR GUNS mittlerweile fast inflationär sehe und es jedesmal ziemlich ähnlich abläuft. Doch das bezieht sich eher auf Festivals und erfahrene- Livemusik-Junkies wissen, dass Festivals der „Indoor-Konzert-Atmosphäre“ nie den Rang ablaufen würden. Und so kam es, dass ich STYG mal unter anderen Umständen sehen konnte. Größtenteils war die Show so, wie ich sie bereits kannte, aber Highlight des Abend war die besonders intime Version von Left You Behind. Wenn der ganze Saal mitsingt und man sich selber kaum mehr hören kann, ist das garantierte Gänsehaut und der ein oder hatte sicher feuchte Augen. Dennoch hatte Jesse die übliche Energie mitgebracht und Evergreens wie D(I Am)ond oder Against Them All performt. Alles in allem ein Konzertabend, der viele vergangende in den Schatten stellt und so gerne öfter stattfinden darf.

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