Album der Woche: Bring Me The Horizon „That’s The Spirit“

Who will fix me now?

Dive in when I’m down?

Save me from myself, don’t let me drown.

Es ist wieder soweit. Das Album der Woche war ziemlich schnell klar: Der neue Knaller von Bring Me The Horizon. Auch wenn diese Band mit That’s The Spirit ganz ungewohnte Töne anspielt, ist die Resonanz groß. Von „Die sind so scheiße geworden“ über „Besser denn je“ und „Früher waren die wenigstens noch hörbar“ war unter den Meinungen alles zu lesen. So plump wird dieses Review allerdings nicht ganz.

Wie bereits auf DrownThrone und Happy Song zu hören war, spuckt Sänger Oli Sykes nicht mehr die harten, brachialen Töne wie zu Count Your Blessings-Zeiten, aber das ist auch gut so. Menschen entwickeln sich weiter und so bleibt auch die Musik, die sie machen, nie auf dem ein und selben Stand. Und diese Entwicklung ist auf dem neuesten Release des Quintetts stark wahrnehmbar. Dass Oli sogar Gesang kann, ist eine nette Abwechslung. Auch der mehrfache Memberwechsel hat BMTH mehr gut getan, als geschadet. Im Kern sind sie sich wohl treu geblieben.

Als stärkster Ohrwurm würde ich Throne bezeichnen, bei welchem ich sogar nach dreimaligem Hören schon mitsingen konnte. Ebenso bietet die Platte mit Pop-Elementen viel Abwechslung und spricht ganzheitlich eine ziemlich klare Sprache: Hier wird vieles verarbeitet. Lyrisch anspruchsvoll drücken die Fünf aus, wie gut es ist, in schweren Zeiten nicht alleine zu sein und dass man sich durch nichts kleinkriegen sollte. Manchmal kommt man aus einem Loch mit all seiner Kraft allein nicht mehr raus. Und wenn man sich selbst nicht wiedererkennt und nicht weiß, wer man ist, darf man diesem Gefühl nicht nachgeben. Und damit liegen sie ganz sicher richtig. That’s The Spirit ist also für mich ein weiteres Album, dass in Worte und Melodien packt, was mir unmöglich scheint. Hört selbst.

 

Tracklisting

01 Doomed

02 Happy Song

03 Throne

04 True Friends

05 Follow You

06 What You Need

07 Avalanche

08 Run

09 Drown

10 Blasphemy

11 Oh No

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